Achte auf dein Herz! Schütze dich vor Disloyalität!

Schritte zur Illoyalität

Illoyal zu werden ist ein Prozess. Es geschieht nicht über Nacht.

1.Schritt

Der unabhängige Geist

Die meisten Leute erkennen nicht, was es ist – es ist Illoyalität! Wenn jemand in einer Gemeinde, einer Gruppe oder einem Dienst einen unabhängigen geist entwickelt, dann wird er in der Organisation autonom. Dann kontrollieren ihn die Regeln der Organisation nicht mehr. Diese Person ist noch immer ein Teil der Gemeinde, aber tut, was sie tun will, auch wenn es entgegen den Anweisungen ist. Die Person gehorcht nur bestimmten Anweisungen – denen, die sie für wichtig hält.

Wenn du Teil einer Gemeinde, einer Gruppe, eines Dienstbereiches bist, dann bist du nicht unabhängig!

2.Schritt

Ärgernis

Der zweite Schritt zur Illoyalität ist: Ärgernis

Mt 24:10

Und dann werden sich viele ärgern, und sie werden einander verraten, und werden einander hassen.

Hier kannst du sehen, dass Leute einander verraten und hassen, wenn sie sich ärgern! Die Bibel sagt, Leute werden dich verraten, wenn sie sich ärgern. Gib acht auf verwundete Leute um dich herum. Sie können sich gegen dich wenden. Der Geist des Ärgernisses öffnet dem Geist des Verrates die Türe.

Wenn die, die verwundet sind, ihre Wunden nicht überwinden, dann sind sie potentielle Separatisten und können leicht deine Feinde werden. (Wenn du verwundet bist, dann suche dringend Hilfe, um diesen Geistern den Boden zu entziehen!)

Wunden und Ärgernis bringen Menschen auf die Straße der Illoyalität.

 

3.Schritt

Passivität – Nichts tun!

Nach dem Leute verärgert sind, werden sie passiv, wenn sie sich nicht  an Gebetstreffen oder Aktivitäten der kleineren Gruppen beteiligen.

Jer.48:10                                                                                                                                                                   Verflucht sei, wer des Herrn Werk lässig treibt; und verflucht sei, wer sein Schwert vom Blut zurück hält.

Du siehst, das Gott erwartet, das du beteiligt bist, wenn du etwas zu geben hast. Dieser Vers sagt uns, dass es ein Fluch ist, nicht beteiligt zu sein, wenn du etwas hast, womit du dich ins Zeug legen kannst. Passivität ist gefährlich, weil du schnell voran gehst in den Bereich der Illoyalität. Um kritisch zu werden, musst du passiv sein. Du musst genug Zeit haben, um die Gemeinde bzw. die Leiter zu untersuchen und zu verachten.

4.Schritt

Das kritische Stadium

Eine illoyale Person bleibt nicht für immer passiv. Sie bewegt sich in den nächsten Schritt, kritisch zu sein. Hier werden Fehler bemerkt und hochgehoben. In der Gemeinde findet die Person Fehler im predigen des Wortes und in der Gottesdienstordnung. Wenn du jemand mit kritischen Augen ansiehst, siehst du immer seine Unvollkommenheit. Wenn du dir etwas mit den Augen der Liebe ansiehst, dann siehst du etwas Gutes und Hoffnung für die Zukunft.

5.Schritt

Das politische Stadium

Wenn eine Person politisch wird, dann versuchst sie andere in ihre Ideen und Philosophien hinein zu ziehen. Politiker bewegen sich aufgrund der Kraft anderer. Viele Politiker können nicht die Wahrheit sagen, weil sie Leuten gefallen wollen. Wenn jemand illoyal wird, will er andere in seine verräterischen Ideen involvieren. Er will Nachfolger sammeln und Leute überzeugen, dass er ein wahres Problemerkannt hat, das beim Namen genannt werden muss. Illoyale Leute haben einen seltsamen Weg, um die Schwächen ihrer Leiter zu diskutieren.

6.Schritt

Betrug

Ein weiteres Stadium ist der Betrug. Viele rebellische Leute sind in ihren Gedanken betrogen. Sie denken, sie seien größer als die Menschen, die sie ausgebildet haben. Es kann sein, das ein Sohn im Dienst sich größer entwickelt als sein Vater. Jesus hat sich über die Tatsache keine Sorgen gemacht. (Siehe Joh. 14:12) Aber diese Tatsache macht niemand von uns größer als Christus. Christus ist immer noch Christus, der König. Ohne ihn sind wir nichts. So lasse dich nicht betrügen  durch eine kürzlich geschehene Förderung im Dienst. (Siehe Joh. 13:16). Es ist unumstritten, wenn wir kleine Fortschritte im Dienst machen, denken wir, wir seien größer als irgendjemand von uns. Aber du kannst Gott nicht ersetzen.

7.Schritt

Offene Rebellion

Hier kämpfen die Betrogenen offen gegen Autorität. Dieser offene Kampf kommt wegen der Zuversicht, die der Rebell über die Jahre gewinnt. Er bekommt psychologische Unterstützung von den Leuten, die er um sich gesammelt hat. Luzifer tat das. (Offbg. 12:7). Absalom kämpfte gegen seinen Vater (2.Sam 16:22). Absalom versuchte wie sein Vater zu sein, sogar im Schlafzimmer(2.Sam 16:22). Judas verriet und kämpfte gegen seinen Herrn und Meister( Mt 26:47-48)

8.Schritt

Exekution (Ausschluss, Tod)

Das Ende aller Rebellion ist ein und dasselbe – Ausschluss, Tod. Rebellion ist immer eine böse Sache. Die Bibel sagt, Rebellion ist wie Zauberei. (1. Sam15:23). Die biblische Strafe für Zauberei ist der Tod. ( 2. Mose22.18). Gott unterstützt Rebellion in keiner Art und Weise! Die Frucht der Rebellion ist durch die Bibel sehr klar – Tod! Gott wird dich auf himmlische Weise wegnehmen und durch einen anderen ersetzen. Dein Platz wird durch andere eingenommen.

Luzifer Offbg. 12:9 / Absalom 2. Sam 18:15 / Ahithopel 2.Sam 17:23 / Shemei 1.Kön 2:46 / Adonijah 1. Kön 2:25 / Judas Mt 27:5

Bine´s Gebetvorschlag:
Herr, verzeih mir, wenn ich gegen Dich rebelliert habe, bitte zeige mir in welchen Stadium ich mich befinde und schenke mir Gnade einer radikalen Busse… Umkehr…

4 Gedanken zu „Achte auf dein Herz! Schütze dich vor Disloyalität!

  1. catja

    Ich denke mal, in erster Linie sollte ein jeder loyal zu Christus stehen und erst an zweiter Stelle folgt die Gemeinde, der Pastor, die Leiterschaft und wer sonst noch glaubt, über das Leben anderer bestimmen zu dürfen. Wenn Jesus mit dem Einzelnen einen bestimmten Weg gehen will, kommt es vor, dass die Gemeinde sich zwischen Jesus und diesen Menschen stellt, weil sie diesen Weg nicht versteht und er dem Gemeindeziel, -programm, -konzept diametral entgegensteht. Es gibt genug Erfahrungen, die davon berichten, dass Leiterschaften eher Bremsklötzern und Fehlbesetzungen gleichen, als dass sie ernsthaft nach dem Willen Gottes fragen und diesen vermitteln und umsetzen. Das nachapostolische Gemeindekonzept mit seinen dominierenden Elementen aus Hierarchie, Struktur, Kontrolle über jeden und alles (selbst über Christus) entspricht nicht dem Bild von Gemeinschaft, wie sie von Gott vorgesehen und in der Apostelgeschichte noch gelebt wurde. Es ist heruntergekommen zu einem Lehrinstitut, das sich Disziplinierungsmaßnahmen und Reglementierungen gegen jede Abweichung anmaßt. Individualität wird als Aufsässigkeit, Querulantentum und Rebellion gegen Gott verstanden und entsprechend sanktioniert. Dabei wird oft genug nur im Interesse des Erhaltes von Positionen (du unten – ich oben), Ämtern (erkenne gefälligst meine Autorität an) und letztlich im Interesse des Erhaltes von Macht und Entscheidungsgewalt gehandelt. Die Wahrheit ist, dass die Entscheidungsgewalt bei Christus liegt, und im Gewissenskonflikt für den Einzelnen gilt, Gott mehr zu gehorchen als Menschen.

    Einen lesenswerten Artikel dazu gibt es hier –> http://www.prophetie-heute.de/das-bekenntnis.htm

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  2. schaefla

    Hi Catja,
    ein ganz klares JA – man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
    Prinzipiell find ich auch richtig was du schreibst, das ist ein möglicher Teilaspekt und in den gut zwei Jahrzehnten seit ich versuche Jesus nachzufolgen habe ich das gleich drei mal selbst erleben müssen.
    Leider beleuchtest Du das Ganze aber nur aus einer einzigen Perspektive und vergisst völlig darauf hinzuweisen welche weiteren Konsequenzen der Betreffende in einem solchen Fall zu gehen hat. Wenn jemand wirklich in einer Gemeinde, mit solch unfähigen und/oder machtbesessenen Leitern und Pastoren landet muss er diese verlassen – sonst macht er sich genau so mitschuldig. Leider habe ich noch viel häufiger erleben müssen, dass Gemeindeglieder heimlich über die Leiterschaft geschimpft, intrigiert und mit ihrer Unzufriedenheit die ganze Gemeinschaft vergiftet haben, aber nach aussen die braven Schäfchen spielten. Dies Verhalten hat schon viele gute Gemeinden zerstört und erst solche charakterschwachen Mitläufer und Trittbrettfahrer ermöglichen eine derart verkehrte Leiterschaft – spätestens wenn diese sich alleine leiten müsste, würde sie sich selbst hinterfragen.
    Es gibt Dinge die man sich wirklich nicht selbst aussuchen kann – aber die Gemeinde gehört definitv nicht dazu!
    Wenn ich mich aber freiwillig irgendwo eingliedern will bin ich auch Respekt und den erforderlichen Gehorsam schuldig – wie sollte sonst selbst der beste und gesalbteste Leiter vor Gott Verantwortung für mich tragen können?

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  3. catja

    Hallo schaefla,

    zunächst mal vielen Dank für deinen Kommentar.

    Ich denke eher, dass das ganze Gemeindemodell, wie wir es derzeit vorfinden, in sich krank und reformationsbedürftig ist, weil es den Erfordernissen der Zeit – insbesondere der bevorstehenden – in überhaupt keiner Weise gerecht werden kann. Das fängt schon beim kultivierten Separatismus und Eliteanspruch der jeweiligen Konfessionen, Denominationen, Organisationen, Verbände etc. an, die Gott ein Gräuel sind (nicht die Menschen darin, sondern das, was aus seiner Kirche gemacht wurde: Firmen und Imperien), und setzt sich fort bis in die kleinste Gemeindezelle, weil etwas anderes als Dominanz und Kontrolle gar nicht gedacht und für möglich gehalten werden kann. Für mich heißt „eingliedern“ nicht, sich in einen separatistischen Gemeindestall einsperren zu lassen und theologische Schwerpunkte rauf und runter zu blöken, sondern es bedeutet für mich Integration in den universellen Leib Jesu. Respekt bin ich jedem schuldig, vom Kleinsten bis zum Größten und vom gläubigen bis zum glaubensfernen Menschen – Gehorsam aber nur Christus. Das ist für mich ein Unterschied.

    Beste Grüße

    Antworten
    1. schaefla

      Danke für Deine Antwort Catja,

      hier geb ich dir völlig recht, deshalb versuchen wir bei Lion of Judah auch genau das Gegenteil zu erreichen, die Einheit des Leibes Christi zu fördern. Statt Separatismus die Gemeinsamkeiten zu sehen und zu suchen, einander mit unseren jeweiligen Stärken zu dienen und so unseren Geschwistern bei ihren Schwächen (und die haben wir alle) zu helfen.
      Wir haben nur einen Herrn, Jesus Christus – egal aus welcher Konfession oder Denomination wir kommen. Auch sind alle theologischen Schwerpunkte nur Stückwerk, die vollkommene Erkenntnis werden wir erst in Gottes Reich erlangen, und nur gemeinsam können wir den Auftrag Gottes an seine Familie erfüllen.

      Dennoch sind die Ordnungen Gottes nicht vom Zeitgeist oder der Umgebung abhängig – nur die Motivation von vielen Leitern ist verkehrt. Autorität darf niemals der Macht an sich dienen sondern muss als Ziel haben, den Anderen auf die selbe Stufe zu bringen (ihn selbst zu einem Leiter ausbilden), damit dieser wiederum andere Menschen voranbringen kann.
      Auch das Wort Jesu an seine Jünger, wer der Größte unter euch sein will – der sei aller Diener, wird gern unterschlagen. In Gottes Reich ist die Vorraussetzung für Leiterschaft konträr zu dem was in der Welt gilt, einen wahren Leiter muss Demut und selbstlose Liebe auszeichnen – nur dann kann er zu einem guten Hirten werden dem die Schafe gern folgen.

      Catja bei Dir sind so viele Talente vorhanden – bitte frag doch Papa ob Du Dich nicht auch in diesen Dienst, für Gott an den Menschen, einbringen sollst – nur mit einem gemeinsamen Tun können wir auch viel für Christus erreichen.

      Sei gesegnet in Jesu Christi Namen
      Bernd

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